Der vergangene Juli war nicht nur ein heißer Sommermonat, sondern auch in Sachen abwehrender Brandschutz für unsere Einsatzkräfte sehr heiß. So verzeichneten wir elf Einsätze, von denen wir Ihnen hier kurz berichten möchten.
Sonntag, den 12.07.2026
18:45 Uhr – F Wald 1 – Waldbrand (Mörfelden-Walldorf)
Im Rahmen des AKUT-Löschzuges unterstützten wir gemeinsam mit den Helfern aus Astheim und Geinsheim die Walldorfer Einsatzkräfte bei der Bekämpfung eines größeren Waldbrandes. Unsere neun Mädels und Jungs waren bis 23:00 Uhr im schweißtreibenden Einsatz.
Montag, den 13.07.2026
12:40 Uhr – F Wald – Gehölzbrand (Bischofsheim)
Auch hier leisteten wir den Bischofsheimer Einsatzkräften mit dem AKUT-Löschzug Hilfe bei der Brandbekämpfung. Nach gut zwei Stunden konnte unser vierköpfiges Team aus dem Einsatz herausgelöst werden und wieder zur Unterkunft zurückkehren.
Montag, den 13.07.2026
15:02 Uhr – H Fluss Y – Person im Rhein (Rhein-km 480–489, Kornsand)
Beim zweiten Einsatz des Tages unterstützte eine Führungsgruppe mit dem ELW den Einsatz. Da jedoch weder Zeugen noch genaue Angaben über die Herkunft der möglicherweise abgängigen Person vorlagen (am Rheinufer befanden sich ein Fahrrad und ein Handtuch), wurde der Einsatz gut eine Stunde später abgebrochen. Von unserer Einsatzabteilung waren vier Einsatzkräfte mit einem Fahrzeug im Einsatz.
Montag, den 13.07.2026
17:54 Uhr – F Wald 1 – Brennt landwirtschaftliche Maschine (In den Wiesen)
Der dritte Einsatz des Tages war dann wieder volles Programm – bei 34 °C Außentemperatur. Während der Erntearbeiten auf einem Getreidefeld geriet eine Ballenpresse in Brand, wobei das Feuer auf den Traktor übergriff. Bei unserem Eintreffen standen beide Fahrzeuge bereits in Vollbrand, und im Umkreis von 200 Metern war das Gelände bereits abgebrannt.
Dank des schnellen Eingreifens mehrerer Landwirte mit schwerem Gerät konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Gemeinsam mit den Einsatzkräften aus Geinsheim wurde die Brandbekämpfung durchgeführt, während die Astheimer Kollegen die Wasserversorgung aus einem 200 Meter entfernten Brunnen sicherstellten.
Gut eineinhalb Stunden später konnte „Feuer aus“ gemeldet und der Rückbau durchgeführt werden. Nachdem die Fahrzeuge gereinigt und wieder aufgerüstet worden waren, konnte unsere Mannschaft das Gerätehaus um 21:00 Uhr abschließen und den Tag beenden.
Insgesamt waren bei diesem Feuer über 40 Einsatzkräfte der Großgemeinde mit acht Fahrzeugen sowie das DRK mit einem Rettungswagen im Einsatz.
Dienstag, den 14.07.2026
16:15 Uhr – H1 – Leichenbergung (Rhein)
Über Telefon wurde unser hauptamtlicher Gerätewart alarmiert, um den Pickup der Feuerwehr Rüsselsheim zum Rhein zu lotsen. Dort war im Uferbereich eine Leiche gefunden worden, die von der Feuerwehr Ginsheim geborgen worden war und nun aus dem unwegsamen Gelände zum Bestatter überführt werden sollte.
Die Wasserschutzpolizei konnte mit ihrem Boot nicht bis zur Fundstelle gelangen. Daher übernahm die Feuerwehr Ginsheim die Bergung, jedoch nicht den Transport. Da das Gelände für normale Fahrzeuge unzugänglich war, wurde die Feuerwehr Rüsselsheim mit einem geländegängigen Pickup angefordert. Unser Gerätewart lotste die Einsatzkräfte aus Rüsselsheim zur abgelegenen Einsatzstelle und unterstützte bei der Bergung.
Samstag, den 18.07.2026
06:25 Uhr – F3 – Brand landwirtschaftlicher Betrieb (Oberach)
Mit Sirene und Meldeempfänger wurden wir aus der morgendlichen Ruhe gerissen. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu erkennen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Großteil der Scheune bereits in Vollbrand.
Bedingt durch die Größe des Objektes wurde umgehend Großalarm in der gesamten Gemeinde mittels Sirene ausgelöst. Im Laufe des Löscheinsatzes wurden weitere Feuerwehren hinzugezogen.
In der Halle befanden sich neben zwei Booten eine Produktionsanlage für Strohpellets sowie mehrere Tonnen Stroh und Pellets. Noch bevor unsere Löschmaßnahmen eingeleitet wurden, unterstützte uns ein benachbarter Landwirt mit einem Traktor und Frontlader, indem er die Hallentore gewaltsam öffnete.
Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde eine Wasserentnahme über drei landwirtschaftliche Brunnen eingerichtet. Anschließend erfolgte ein umfangreicher Löschangriff von drei Seiten sowie über die Drehleiter aus Nauheim mit einem Wenderohr. Das THW unterstützte uns mit einem Bagger und einem Teleskoplader beim Ausräumen des Brandguts sowie bei der Bergung der beiden Boote.
Insgesamt waren knapp 130 Einsatzkräfte vor Ort. Es wurden fast 1.500 Meter B- und C-Schläuche verlegt sowie knapp 400 Liter Schaummittel eingesetzt. Die Verpflegung wurde während des gesamten Einsatzes eigenständig sichergestellt.
Das Feuer konnte zügig unter Kontrolle gebracht werden und um 13:35 Uhr konnten wir „Feuer aus“ melden. Die aufwendigen Nachlöscharbeiten gestalteten sich jedoch äußerst zeitintensiv und dauerten bis in den Sonntag an. Mehrere Brandnachschauen waren bis Sonntagmorgen erforderlich. Darüber hinaus mussten über viele Stunden hinweg Einsatzkleidung und Gerätschaften gereinigt, geprüft und wieder einsatzbereit gemacht werden.
Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Ein herzlicher Dank gilt allen eingesetzten Feuerwehren, Hilfsorganisationen sowie den Landwirten für die gute Zusammenarbeit.
Sonntag, den 19.07.2026
20:25 Uhr – F1 – Brand landwirtschaftlicher Betrieb (Oberach)
Gleicher Einsatzort wie am Vortag: Aus einem Pelletbunker kam es zu einer stärkeren Rauchentwicklung. Der Bunker wurde geöffnet und mit Schaufeln entleert. Die rauchenden Glutnester wurden mit rund 1.600 Litern Wasser abgelöscht und mithilfe des Radladers des Bauhofs ins freie Gelände verbracht.
Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, stellte der Hofbesitzer einen Kreiselregner auf und bewässerte das Brandgut bis zum Montagmorgen. Nach knapp vier Stunden war auch dieser Einsatz für unsere 17 Einsatzkräfte beendet und das Wochenende endgültig vorbei.
Sonntag, den 26.07.2026
03:12 Uhr – F-BMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage (Wohnanlage Kleine Grabengasse)
Über Telefon wurde die Leitstelle darüber informiert, dass in der genannten Wohnanlage die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Daraufhin wurden wir über Meldeempfänger aus der Nachtruhe befördert. Bereits sieben Minuten nach der Alarmierung befand sich das erste Fahrzeug auf dem Weg und traf zwei Minuten später an der Einsatzstelle ein.
Das Gebäude war zwischenzeitlich bereits geräumt und die Bewohner befanden sich im Freien. Da weder Rauch noch Feuer festgestellt werden konnten, wurde nach der ersten Erkundung Entwarnung gegeben. Vermutlich hatte eine technische Störung am betroffenen Melder den Alarm ausgelöst.
Die Anlage wurde durch uns zurückgesetzt und wieder scharf geschaltet. Nach knapp zwölf Minuten war der Spuk vorbei: Die Bewohner befanden sich wieder in ihren Zimmern und unsere drei Mädels und acht Jungs auf dem Rückweg zum Gerätehaus.
Montag, den 27.07.2026
12:53 Uhr – F2Y – Wohnungsbrand (Astheim, Julius-Leber-Straße)
Die Alarmierung zu einem gemeldeten Wohnungsbrand erfolgte aufgrund von Brandgeruch, der von Anwohnern wahrgenommen wurde und möglicherweise aus einem Wohnhaus stammte. Da zunächst unklar war, ob sich noch Personen im Gebäude befanden, wurde das Einsatzstichwort F2Y ausgelöst und entsprechend auch mit Sirene alarmiert.
Vor Ort stellte sich glücklicherweise schnell heraus, dass der wahrgenommene Geruch vermutlich von einem Grill in der Nachbarschaft stammte. Die Bewohner des betroffenen Hauses befanden sich im Urlaub, konnten jedoch dafür sorgen, dass das Gebäude ohne Beschädigungen betreten und kontrolliert werden konnte. Da die Erkundung glücklicherweise negativ verlief, konnte der Einsatz 20 Minuten später beendet werden.
Montag, den 27.07.2026
13:10 Uhr – F1 – Unklare Rauchentwicklung im Freien (Geinsheim)
Noch während des vorherigen Einsatzes wurden wir zu einer weiteren Meldung nach Geinsheim alarmiert. Dort war eine unklare Rauchentwicklung in Verbindung mit Brandgeruch gemeldet worden. Ein Teil unserer Einsatzkräfte fuhr deshalb direkt von Astheim weiter nach Geinsheim.
Auch hier konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Bei der vermeintlichen Rauchentwicklung handelte es sich vermutlich um aufgewirbelten Staub eines Landwirts, der einen angrenzenden Acker bearbeitete. Für unsere Einsatzkräfte ging es bereits sechs Minuten später zurück zur Unterkunft.
Mittwoch, den 29.07.2026
07:57 Uhr – H Gas 1 – Ausgelöster Gasmelder (Lindenstraße)
Da in der genannten Liegenschaft ein Gasmelder ausgelöst hatte und die Bewohner den Notruf gewählt hatten, kamen wir kurze Zeit später ins Spiel. Beim Eintreffen standen die Bewohner bereits vor dem Haus und berichteten von Gasgeruch.
Unter schwerem Atemschutz und ausgerüstet mit einem Gasmessgerät begaben sich zwei Einsatzkräfte ins Gebäude und nahmen im Keller Messungen vor, die sämtlich negativ verliefen. Dabei wurde festgestellt, dass in einem Kellerraum ein Weinregal zusammengebrochen war und vermutlich von den Trümmern der gasähnliche Geruch ausging.
Der Einsatz wurde daraufhin beendet und die Einsatzstelle wieder den Bewohnern übergeben. Gut eine Stunde später war der Einsatz abgeschlossen und unsere elf Helfer rückten wieder ein.
Mit dieser Übersicht des Einsatzgeschehens im Juli 2026 verbleiben wir
Ihre Treburer Feuerwehr